Fastnacht in Erbach...Alles was Spaß macht !!!

Aktuelle Berichte:


Fastnacht Dank GPS geortet.
Der Bericht (eigen) als .pdf




Berichte der vergangenen Kampagne:


Wenn Narren mit den Augen blinzeln
Fastnachtsausklang: Die neue Marschrichtung beim Erbacher Umzug bringt jede Menge Sonne in strahlende Gesichter



Wer rollt denn da heran? Es ist die Trainerin, die sich vom Erbacher Männerballett für ihre Mühen belohnen lässt: Mit einer Rikschafahrt durch die Kreisstadt.


Was soll denn das? Einige unter den dicht gedrängt stehenden Zuschauern an den Erbacher Straßen mögen sich gewundert haben, dass der Fastnachtsumzug diesmal aus der „verkehrten“ Richtung kam. Aber was heißt hier verkehrt? Wem das eingefallen ist, dem gehört der närrische Ehrenorden in doppelter Größe und aus massivem Gold.
Leuchtete doch so strahlender Sonnenschein die geschminkten Gesichter der Akteure aus, die diesmal ganz schön blinzeln mussten, was wiederum dem Publikum erspart blieb. Und dass die Sonne so schön schien, daran änderten auch die Teufelskerle an der Zugspitze nichts. Es waren ohnehin die Musiker des kreisstädtischen Feuerwehr-Spielmannszuges.
Kaum waren die Hiltersklinger Ulker durch, schickten die Michelstädter ihre Walpurgishexen voraus, um ihren Delegationen Platz zu machen. Wer nicht hören wollte, bekam angesichts des aufgemotzten Polizei-Kleinwagens der Prinzengarde Respekt. Mit ganz anderem Kaliber fuhren die Macher des Open-Air-Festivals Sound of the Forest auf: Deren wuchtiger Lastwagen vom Typ Berna 2VM aus Schweizer Produktion, so um die 60 Jahre alt, ist ein richtiger Hingucker. Und von der Ladefläche schallte lautstark „Jule’s Trash Combo“.
Da haben sich die Handballer der Spielgemeinschaft Erbach/Dorf-Erbach wohl um ein Jahr verrechnet, als sie mit einem närrischen Jubiläum punkten wollten. Nachweislich erst 2012 wird die HSG zwei mal elf Jahre alt. Etwas genauer hätten wir es auch von den Montagsspazierern gewusst, die nun wöchentlich gegen Energie aus dem Bibliser Meiler demonstrieren: „Strom bis zum Supergau“ versprachen sie uns von ihrem Wagen, von dem sogar die Bundeskanzlerin grüßte. Und wann ist dieser Supergau, bitteschön? Genaue Zeitangaben konnten auch die Zeller Kerweburschen nicht machen – dazu, wann die von ihnen glossierte Brückenbaustelle B 45 nun endlich abgeschlossen ist. Nun gut, dafür darf sich der Königer Stadtteil jetzt bekanntlich mit Fug und Recht Zell am See nennen.
Wer rollt denn da heran? Es ist die Trainerin, die sich vom Erbacher Männerballett für ihre Mühen belohnen lässt: Mit einer Rikschafahrt durch die Kreisstadt.
Feiern am Mümlingstrand statt an der Algarve: Unsere Erbacher Portugiesen schauen gelassen auf die Heimat und deren Finanzdesaster: „Egal, wir sind ja jetzt in Erbach.“ Und wer von weit oben in die Kreisstadt kommt, tut gut daran, sich erst einmal anzuschleichen: Die Bullauer Indianer schickten ihre Squaws mit jeder Menge Feuerwasser voran, bevor der Elferrat mit seiner Bullauer Biermeile heranrollte.
Die Gastgeber zum Schluss und die Stadtgarde voran: Gleich zehn der insgesamt 58 Zugnummer stellten die Erbacher Ulkermit ihrem Prinzenpaar. Diesmals luden sie allerdings zum Ausklang nicht in die Bierhallen ein. Egal, bei diesem Wetter macht es ohnehin viel mehr Spaß, vor dem Schloss auf dem Marktplatz die närrische Kampagne abzuschließen.


Kraftvoll bis zum Schluss: Erbachs Prinzengarde mit dem Gardeballett grüßt das närrische Volk. Der Umzug durch die Kreisstadt lockte am Fastnachtsdienstag ungewöhnlich viele Zuschauer an, die zum Teil von weit her kamen.





In der Kreisstadt tobt eine Schlacht

Beim dritten Ansturm des CV Ulk Erbach und seiner närrischen Helfer gibt die Stadtgarde das Rathaus preis Widerstand leistete die Stadtgarde erfolglos bei der Erstürmung des Erbacher Rathauses am Samstag. Der Carnevalverein Ulk hatte tatkräftige Unterstützer aus den Stadtteilen sowie der Michelstädter Nachbarschaft, aber auch aus Griesheim und Mömlingen. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel auf dem Marktplatz. Foto: Guido Schiek Die Stadtgarde hätte am Samstagmorgen wohl gerne noch ein bisschen länger Widerstand geleistet beim Rathaussturm des CV Ulk Erbach: Schließlich standen die etwa 25 städtischen Mitarbeiter in der Sonne, die von einem strahlend blauen Himmel auf die Erbacher Narren schien. Doch beim dritten Ansturm der beteiligten Garden aus Erbach, seinen Stadtteilen sowie aus Michelstadt und Stadtteilen, Griesheim und Mömlingen ergaben sie sich. Bürgermeister Harald Buschmann, mit schwarzem Zylinder auf dem Kopf und dem entsprechenden Frack gewandet, hatte sich auf der extra für die Narretei aufgebauten Stadtmauer lange gewehrt, ehe er beim närrischen Ansturm den Schlüssel heraus rückte und den Fastnachtern bis Aschermittwoch die Gewalt über die Kreisstadt überließ. Seit Jahrzehnten bereits lädt der Carnevalverein Ulk Erbach zu dieser traditionsreichen Veranstaltung in der Odenwälder Kreisstadt ein, die gleichsam den Endspurt zum närrischen Höhepunkt einläutet. Viele Prinzenpaare wohnten zudem dem Rathaussturm bei, darunter auch eine Abordnung aus der thüringischen Partnerstadt Königsee. Außerdem lockte das frühlingshafte Wetter nach einer frostigen Nacht schon am Morgen viele Schaulustige auf den Marktplatz. Zur Unterhaltung und zur musikalischen Untermalung des Rathaussturms bot dann der Spielmannszug Erbach ein entsprechendes Klangspektrum dar. Zu guter Letzt wurde auch noch die Stadtkasse ausgeliefert, allerdings war sie leer, denn Bürgermeister Buschmann sagte den Narren, dass in der Kasse wie im ganzen Hessenland „große Not herrsche.“ Den Narren war's egal, sie feierten danach in ihrem bekannten Hauptquartier im benachbarten „Erbacher Brauhaus“ weiter.



Farbenfrohes Wild-West-Spektakel

Weibersitzung: CV Ulk lässt in den Erbacher Bierhallen Cowboys und Indianer auf die Bühne - Akrobatische Einlagen



Die große Weibersitzung des CV Ulk Erbach in den Bierhallen ist alljährlich ein Magnet für närrische Frauen aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus. Auch diesmal war die Halle wieder ausverkauft, die Frauen hatten viel Spaß beim extra auf sie abgestimmten Programm. Das Motto hieß diesmal „Cowboy und Indianer“, dementsprechend kostümiert präsentierten sich nicht nur Elferrat und Helfer sondern auch fast alle Gäste im Saal.
Gesanglich eingestimmt von den Schönnener „Mümlingtal-Lerchen“ bot der CV Ulk ein optisch und akustisch ansprechendes Programm, das von der Damen-Gesangsformation „Beat & PS“ sowie dem männlichen Pendant „Loabser“ musikalisch unterstützt wurde. Ansonsten gab es viele Männerbeine zu sehen, mal unter Röcken, mal in Hosen oder auch mal ohne blickschützendes Beinkleid. Wer allerdings bei der Bezeichnung „Männerballett“ hauptsächlich an stramme Herren mittleren bis höheren Alters mit vorderlastigen Schnitzelfriedhöfen versteckt unter Frauenkleidern denkt, der musste sich hier eines Besseren belehren lassen. Denn was sich in den vergangenen Jahren in der Szene getan hat, ist beachtenswert. Hervorragende Choreographien, fantasievolle Kostüme, größtenteils durchtrainiertes männliches Jungvolk, akrobatische Showteile: Das macht heute ein Männerballett aus. Und davon gab es viele zu sehen beim Erbacher Weiberfasching. Sie kamen nicht nur aus dem Kreisgebiet sondern beispielsweise auch aus Frankfurt, Griesheim, Weiterstadt oder aus Schneeberg. Wen wundert es da, dass der eigentliche Höhepunkt des Abends, der Stripper mit seiner Show am Ende gar nicht so sehr viel mehr an Stimmung im Saal verbreiten konnte, war sie schon zuvor fast am Siedepunkt angelangt.
Angesichts der zahlreichen optischen Leckerbissen des Programms war reihum immer wieder der alte Spruch zu hören „Gugge derf mer schunn, awwer gesse werd dehoam.“ Ein Lob gehört den Organisatorinnen und allen Helfern, die einen tollen Abend für ihr Publikum arrangiert hatten. Zudem war für Modegetränke und leckere Knabbereien gut gesorgt.

Kinder- und Jugendsitzung am 19.02.2011

Erbachs Kinderprinzenpaar, Prinzessin Anja I. (Anja Walther) und Prinz Taip I. (Taip Schauermann) herrschten am Samstag bei der Kinder- und Jugendsitzung gemeinsam mit ihren Pagen Susann Gerbig und Julia Breidert sowie Hofnarr Sabri Schauermann über die Nachwuchs-Narrenschar des CV Ulk. Ein buntes Programm bot sich den zahlreichen Gästen in der Bierhalle. Um ausreichend eigenen Nachwuchs braucht sich der CV Ulk nicht zu sorgen: Kleine Kinder und auch etliche im Teenageralter sind mit dabei, auch ein eigenes Jugendfanfarencorps gibt es, das sich in beeindruckender Weise vorstellte, sowie natürlich die Kleppergarde mit Kommodore Moritz Mohr, in der schon die Allerkleinsten ihr Holzgewehr zu schultern lernen.
Auch in zahlreichen Tanzgruppen bietet der rührige Verein schon fast professionelle Betätigungsmöglichkeiten. Das Ergebnis dieser akribischen und zielgerichteten Arbeit ist zu sehen bei den Show- oder Gardetänzen, punktgenau und stimmig, ausgefeilt und sportlich auf hoher Stufe.
Allen voran Erbachs Kindertanzmariechen Celine Horn, die ihren Tanz perfekt darbot. Dazu gab es eine Playback-Show nebst Sketch sowie der Besuch des Michelstädter Kinderprinzenpaars samt Nachwuchsgarde. Ohne Unterstützung befreundeter Vereine geht's trotz allem nicht, wenn man ein zweieinhalbstündiges Programm auf die Beine stellen will. So kamen denn auch wieder zahlreiche Beiträge aus der kreisstädtischen Nachbarschaft. Die Würzberger Landfrauen hatten ihren Nachwuchs geschickt, Stockheim, Steinbach und Schönberg zeigte Kinder- und Jugendgardetänze, und der KV Narrhalla Michelstadt war mit drei großen Tanzgruppen mit von der Partie.
Für alle teilnehmenden Formationen gab es vom Kinderprinzenpaar einen Dankeschönpokal, auch das große Prinzenpaar kam zur Visite und wünschte den Kindern viel Spaß bei ihrer Fastnacht.

Ein Chorleiter, der seine Haare hinhält

ERBACH.
Loabserträger unter sich: Gotthilf Fischer ist seit gestern jüngster Träger dieser von den Erbacher Karnevalisten vergebenen Ehre. Seine Hoheit Togbui Ngoryfia Kosi Olatidoye Céphas Bansah, König der Hohoe Gbi Traditional in Ghana, kam dem weltbekannten Chorleiter hier allerdings einige Jahre zuvor. Der in Ludwigshafen lebende König von 260 000 Untertanen erhielt den Orden bereits 1998.



Foto: Ingrid Koch

Es ist wohl etwas Wahres dran an der Behauptung, dass Singen jung und gesund hält. Denn der jüngste Träger des vom CV Ulk vergebenen Ehrenordens „Lachender Loabser“ präsentierte sich am Sonntag beim Neujahrsempfang des Erbacher Carnevalvereins äußerst agil, wortgewandt und spritzig.


Deutschlands wohl bekanntester Chorleiter Gotthilf Fischer ist seit Sonntag Besitzer dieses von Industriedesigner Bernhard Röck gefertigten Ordens aus Mammutelfenbein und Ebenholz. Große Bekanntheit erlangte der 1928 in Schwaben geborene Fischer durch Auftritte seiner Chöre zu zahlreichen Großveranstaltungen wie beispielsweise bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 in München, wo er 1500 Sängerinnen und Sänger vereinte. Wohl unvergessen ist, als Kurt Felix ihn in der Sendung „Verstehen Sie Spaß“ mit einer Doppelgängerin der englischen Königin Elisabeth konfrontierte.


Wenn er auch damals veräppelt wurde, so durfte Gotthilf Fischer diesmal in Erbach seinen Orden von einem richtigen König entgegen nehmen, von Seiner Hoheit Togbui Ngoryfia Kosi Olatidoye Céphas Bansah, König der Hohoe Gbi Traditional in Ghana. Bansah, der bekanntlich in Ludwigshafen lebt und dort eine Autowerkstatt betreibt, ist seit 1998 Träger des Ulker-Ehrenordens und kam in seinem prachtvollen königlichen Gewand zur Verleihung. Als Zugabe bekam Fischer noch einen als Mammutbein gefertigten Taktstock. Den wolle er bei seinem nächsten Fernsehauftritt für den MDR verwenden, sagte der Geehrte zu.
Gotthilf Fischer schien es zu gefallen in Erbach, genau wie seinem Laudator, dem Ordensträger 2010, Walter Scholz, der gut gelaunt in den Odenwald gekommen war. Seine goldene Trompete hatte er auch dabei, intonierte auf ihr das „Il Silenzio“. In seiner Laudatio hob er die wichtigsten Erfolge und Auszeichnungen des neuen Ordenträgers und seiner weltbekannten Fischerchöre hervor. Und wer eine solche Haarpracht trägt wie er, der kommt schnell in den Verdacht, seiner Eitelkeit mit einer Perücke nachzuhelfen. Fischer zerstreute dieses Gerücht ein für allemal, als er sich von einer Gardeoffizierin in die Haare greifen ließ.
Umrahmt war die Zeremonie vom Neujahrsempfang des Vereins, zu dem sich wieder Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, Abordnungen befreundeter Karnevalvereine, Prinzenpaare und ehemalige Ordenträger im Sternensaal des Gasthauses „Erbacher Brauhaus“ eingefunden hatten. Unter den Gästen war auch der Bezirksvorsitzende der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval, Manfred Kreis. Im Gepäck hatte er einige hochkarätige Auszeichnungen für langjährige Aktive des Vereins. So erhielt Oliver Schmitz, der seit 1982 als Gardist, Mitglied des Fanfarenzugs, Tänzer im Männerballett und als Maskenbildner dabei ist, den Ehrenorden in Silber. Ursula Predan, ebenfalls seit 30 Jahren an mehreren Fronten, etwa als Trainerin des Männerballetts, tätig, erhielt den Ehrenorden in Gold. Ebenso Inge Volk, die sich seit über 40 Jahren aktiv in den Verein einbringt und unter anderem auch Mitgründerin der Sparte der Hexen ist. Heiko Lade bekam von Kommodore Tobias Stock den Ehrenorden der Ulker für seine elfjährige Zugehörigkeit zur Prinzengarde.

Moderiert wurde der Festakt von Elferratspräsident Holger Gunkel und Ulkerpräsident Uwe Ludwig. Heiko Lade sorgte als Odenwälder Bauer und Protokoller mit Rückblicken auf Stadt-, Kreis- und Bundespolitik für Lacher. Erbachs charmantes Prinzenpaar Yvonne und Jens Marquardt absolvierte seinen ersten offiziellen Auftritt der Kampagne mit Bravour. Landrat Dietrich Kübler und Erbachs Erster Stadtrat Günther Junker hoben besonders die Jugendarbeit des CV Ulk hervor.

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Griff zum Narrenzepter statt zum Bohrer
Fastnacht: Carnevalverein Ulk startet mit Freunden in die neue Kampagne: Zahnarzt-Ehepaar regiert das feierlustige Volk

In der 141. Kampagne des Carnevalvereins Ulk 1870 Erbach herrschen über das närrische Volk: Prinz Jens I. und Prinzessin Yvonne I. Die beiden wurden nun mit dem Start in die neue Narrensaison offiziell vorgestellt. Mit Spannung erwartet wurde das Prinzenpaar 2010/11 am Erbacher Bahnhof. Begleitet von Prinzengarde und Fanfarenzug sowie einer Abordnung des Elferrats ging es mit großem Getöse durch die Gassen der Stadt, bevor Jens I. und Yvonne I. in der Gaststätte »Erbacher Brauhaus« von Ulker-Präsident Uwe Ludwig und Elferratspräsident Holger Gunkel in ihre Ämter eingeführt wurden.

Das Prinzenpaar ist königlich korrekt anzusprechen mit: Prinz Jens I., Medicus Dentarius, edler Ritter im Kampf gegen Karius und Bactus, sowie Prinzessin Yvonne I., von Krone und Weisheit, Zahnfee im Kampf gegen das Gespenst der Zahnarztphobie. Im wirklichen Leben heißen die beiden Jens und Yvonne Markwardt, sind als Zahnarzt-Ehepaar aus Erbach bekannt.


Im Anschluss an die Inthronisation wurde gemeinsam mit den befreundeten Vereinen aus Michelstadt, Stockheim und Steinbach im Michelstädter Kellereihof die diesjährige Fastnacht ausgegraben und danach im Schenkenkeller gefeiert.

Der CV Ulk freut sich auf eine Kampagne, die diesmal unter dem Motto steht »Das allergrößte Glück auf Erden, im Ulkerreich ein Narr zu werden!« Der Verein hofft bei all seinen Veranstaltungen auf regen Zuspruch seitens der Bevölkerung. Bunte Abende gibt es am Freitag, 4. März, in den Bierhallen am Festplatz sowie am Samstag, 5.März, und am Rosenmontag, 7. März, jeweils in der Werner-Borchers-Halle. Der Kartenvorverkauf läuft bereits, Tickets sind zu haben im Frisurenstudio Schmitz in Erbach sowie in den Edeka-aktiv-Märkten Gunkel. Für die Weibersitzung am 18. Februar in den Bierhallen gibt es noch Restkarten. Tickets für die Kinder- und Jugendsitzung am 19. Februar sind allein an der Tageskasse zu haben. Zudem können Karten per E-Mail an kartenvorverkauf@cvulk.de bestellt werden. Die Saalpläne sind im Internet unter der Adresse www.cvulk.de einsehbar.

Anmeldungen für den Umzug am Faschingsdienstag, 8. März, werden ebenfalls schon angenommen. Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Vereins. Wie der CV Ulk mitteilte, wurde der Streckenverlauf umgekehrt: Start ist nun auf dem Wiesenmarktplatz, Auflösung auf der Bahnstraße.








Mühen um ein Zimmer in Haisterbach
Saalfastnacht: Erbacher Ulker nehmen gern und gekonnt alle Steilvorlagen an, die ihnen die Lokalpolitik so zuspielt ERBACH. | | Reizende Momente bescherte ihren Freunden die Erbacher Saalfastnacht – etwa, als Uli Glenz als Dame aus Wiesbaden vorgab, ein Zimmer im Haisterbacher Wellness-Hotel buchen zu wollen. Foto: Hans-Dieter Schmidt Auch im 140. Jahr ihres Vereinsbestehens sind sie Garanten tiefgründigen Humors, deutlicher, oft lauter Kritik am Zeitgeschehen und bunter Fröhlichkeit: die Narren des CV Ulk in Erbach. Erneut und in großer Vielseitigkeit haben sie das in ihren Sitzungen jetzt wieder bewiesen. Man hatte die Session unter das Motto gestellt: ,,Ob Giiigagack oder Helau - närrische Loarbser sind ne Schau." Nachdem der Eröffnungstanz des Funkenmariechens, der durch einen Überfall der jüngsten Gardisten abrupt gestoppt wurde, zog das Prinzenpaar mit dem kompletten närrischen Gefolge ein, um sich dann direkt selbst dem zahlreichen Publikum als Karin I und Holger I (Ehepaar Gunkel) vorzustellen. Der kurzen Zeremonie folgte sofort ein erstes Glanzlicht, als Celine Horn als Kindertanzmariechen begeisterte, gefolgt von den ,,Peanuts" mit ihrem Kindergardetanz. Ebenso wie das Jugendballett mit der Gardepolka präsentierten sich die Kleinsten in neuen Tanzuniformen. Zwischen beiden Tanzdarbietungen resümierte der ,,Ourewäller Bauer" (Heiko Lade) über den geplanten Umbau des Wiesenmarktes und die Schweinegrippe. Humorvoll, aber dennoch sehr deutlich richete er seine kritischen Worte an die Erbacher Stadtpolitiker, mit Blick auf die Umsetzung lokaler Angelegenheiten, beispielsweise die Änderung der Verkehrsführung. Offenbar als Realposse empfunden, schlug sich dieses Thema auch in Gesang und Reden anderer Aktiver nieder, wo es in der Forderung gipfelte, man richte am besten alle Straßen in die Stadt als Einbahnstraßen aus. Dann kommt zumindest jeder hinein, wenngleich niemand mehr heraus. Die Loarbserbuwe Tobias Stock und Chris Geyer diskutierten über Urlaub im Odenwald und machten sich Gedanken über das scheinbare Desinteresse vor allem junger Menschen an ihrem Umfeld und der Politik. In kleinerer Besetzung als üblich, präsentierten sich die Lustgartenspatzen als ,,Schlosshofamseln" und gefielen mit ihren Dialektliedern, die zu einem ersten Stimmungsgipfel führten. Der Bär war dann richtiggehend los, als das Ulker Fanfarencorps den zweiten Programmteil einleitete und das Fliegerlied intonierte. Julia Schmitt und Yves Rochon begeisterten mit exzellenter Tanzakrobatik. Dass auch ein Karnevalsprinz nebenbei ein normales Leben führt, erfuhren die Gäste aus dem Klagelied von Holger Gunkel als geplagter Ehemann. Marion Reubold kämpfte mit ihren Figurproblemen, äußerte sich aber sicher, dass sie ihre Essgewohnheiten nicht ändern werde. Zwischen beiden Vorträgen gab es einen schwungvollen Tanz des Gardeballetts. Eine Gruppe Jugendlicher, die sich den Namen ,,Die Anonymen" gegeben hat, bot als außerkarnevalistische Gastformation eine mitreißende Tanzvorführung. Zu Techno-Klängen legten die jungen Leute einen pantomimischen Tanz aufs Parkett mit roboterähnlichen Bewegungen, den sich die beiden jungen Frauen und vier jungen Männer selbst erarbeitet hatten. Alte Schlager und vorwiegend Abba-Lieder, vorgetragen von ,,Beat und PS" (Sabine Schneider, Andrea Mohr und Anja Lade) rissen das Publikum wieder von den Stühlen. Nahtlos weiter ging es mit Klängen derselben Kultband, schwungvoll präsentiert vom Ulker Showballett. Eine ältere Dame (Uli Glenz), angereist aus Wiesbaden, versuchte im Büro des städtischen Verkehrsamtes bei Herrn Reubold (Heiko Lade) ein Zimmer in der schon viel beworbenen Wellnessoase auf der Haisterbacher grünen Wiese zu buchen. Schlichtweg ein Augen- und Ohrenschmaus, wie die beiden Akteure die Vorgänge um die verhinderten Investoren glossierten. Keine Milch im Kuhstall, zu diesem Thema hatte das Männerballett seinen Tanz einstudiert, vom Publikum freudig angenommen. ,,Der Bullemer Bus" und weitere Lieder der ,,Vier fröhliche Loarbser" (Uwe Ludwig, Helmut Schmitt, Michael Bechtold und Rolf Meister) leitete schließlich zum großen Finale über, das Uli Glenz und Karl-Heinz Sattler mit einem fast melancholischen Liedvortrag einleiteten. Alle Akteure präsentierten sich schließlich unter den fetzigen Klängen der Hauskapelle ,,Nachtexpress" und mit einem Schlusstanz des Prinzenpaares nochmals ihrem Narrenvolk.

Auch der Ulker Nachwuchs feiert Fastnacht 

Viel Spaß hatten auch die Jüngsten bei der Kinder- und Jugendsitzung in den Erbacher Bierhallen. Foto: Ingrid Koch Erbach. Auch der Ulker-Nachwuchs hat am Samstag Fastnacht gefeiert. Bei der großen Kinder- und Jugendsitzung in der vollbesetzen Bierhalle präsentierten sich die jungen Karnevalisten in gewohnt ausgezeichneter Form. Erstmals waren auch die neuen Kleidchen der Ulker-Tanzgarde zu sehen, in denen die Mädels eine gute Figur machten. Viele Darbietungen wurden geboten, etliche auch von befreundeten Fastnachtsvereinen, die natürlich alle gerne die Gelegenheit wahrnehmen, auch woanders das zu zeigen, was sie sich schwer erarbeitet haben. Nach rund zwei Stunden endete die Sitzung mit dem großen Finale, bei dem alle Mitwirkenden nochmal auf der Bühne kräftig feiern durften. Die Regie der Kinderfastnacht hatte Kim Roth, die ihre Sache souverän erledigte. Unterstützt wurde sie von zahlreichen Helfern des Vereins.

Angriff auf die Narren als beste Verteidigung Rathaussturm: Taktik bestimmt das Verhalten der Städtischen gegenüber den Karnevalisten




Ein närrisches Verwirrspiel trieben da am Samstag sowohl Angreifer als auch Verteidiger beim Rathaussturm des Carnevalvereins Ulk Erbach. Selbst Kommodore Tobias Stock, Planer und Organisator, sah sich mehrfach Situationen gegenübergestellt, die er so sicherlich nicht als Marschroute herausgegeben hatte. Aber er und Elferratspräsident Hans-Jürgen Schneider hatten das Geschehen trotzdem zu jeder Zeit locker im Griff.

Doch zunächst lief alles nach Plan: Die Ulker hatten auf dem Marktplatz eine ,,Einschreibestelle" für diejenigen Bürger eingerichtet, die sich dieses Jahr erstmals am Sturm aufs Rathaus beteiligen durften. Nach Abschluss dieses notwendigen Papierkrieges hieß es zuerst einmal Sammel". Dies taten sie dann auch, allen voran die Ulker, und die zur Unterstützung aus zahlreichen Orten angereisten Narrenfreunde sowie der Bürgersturm. Zwischenzeitlich hatten sich auch erfreulich viele Zuschauer auf dem Marktplatz versammelt.

Tradtionsgemäß marschierte der Fanfarenzug als erstes auf den Versammlungsplatz, blieb aber nicht wie üblich dort, sondern defilierten an der Tribüne vorbei, drehte und verabschiedete sich mit Trommeln und Trompeten in den Schlosshof. Da wunderte sich sogar Bürgermeister Harald Buschmann, der alleine am weit geöffneten Gatter vor dem Rathaus stand. Sollten die Städtischen etwa sang-, klang- und kampflos aufgegeben haben? Weit gefehlt, alles Taktik, so Buschmann.

Diese neue Finte auf beiden Seiten führte im Verlauf der Veranstaltung dazu, dass die Truppen der Angreifer und Verteidiger nicht wie üblich von A nach B sondern von Irgendwo nach Sonstwo schwadronierten und die beiden Kriegsparteien sich letztlich mit ihren Taktiken selbst gehörig ausgetrickst hatten. Dies führte gar so weit, dass die Stadtgarde den Marktplatz stürmte und ums Haar noch das Prinzenpaar gefangen nehmen konnte.

Aber es wären eben keine Narren, wenn sie nicht über sich selbst lachen könnten. So kam es dann doch wie es kommen musste und auch sollte: Trotz heftigster Gegenwehr hielt die Stadtgarde der geballten Ladung Angreifer nicht stand und das Rathaus fiel in die Hände der Eroberer. Nun durften sich alle zum verdienten Umtrunk ins Gardehauptquartier zurückziehen.

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Rathauserstürmung am 06.02.2010.

Wie schon aus der Presse zu entnehmen war ist die Rathauserstümung in diesem Jahr etwas besonderes.

Jeder Bürger, natürlich vor Allem Kinder und Jugendliche sind eingeladen an der diesjährigen Rathauserstürmung AKTIV teilzunehmen. Alle Interessierten können sich zwischen 10:00 - 11:00 Uhr auf dem Marktplatz einschreiben. Als Erinnerung und Dankeschön erhält man einen Erstürmungsorden. Alles weitere dann vor Ort.

Hier noch einmal der Pressetext:

Gar merkwürdige Plakate zieren momentan einige Läden der Erbacher Geschäftswelt.
Plakate die in einer Altdeutschähnlichen Schrift geschrieben sind und im Vorübergehen nicht oder nur sehr schwer zu lesen sind.
Urheber dieser Plakate ist die Prinzengarde des CV-ULK Erbach. Der Verfasser, Kommodore Tobias Stock eröffnete damit einer Reihe von 3 Plakaten welche für die diesjährige Rathauserstürmung auf dem Erbacher Marktplatz werben.
Auf Nachfrage erörterte Stock den Hintergedanken dieser Plakatserie.
„Die Plakate richten sich an alle Erbacher die gerne Fastnacht feiern und natürlich an die Kinder. Die diesjährige Erstürmung des Rathauses wird anders ablaufen wie in den Vorjahren. Gemeinsam mit den Besuchern werden die Garden das Rathaus erstürmen. Nicht bloß zugeschaut sondern mitgemacht lautet die Devise. Es wird ab 10:00 Uhr an diesem Tag eine Einschreibestelle geben, wo alle Narren egal ob Alt oder Jung sich für die Erstürmung einschreiben lassen können. Selbstverständlich erhält jeder Teilnehmer einen „Erstürmungsorden“, so Stock. Los geht’s dann wie immer gegen 11:00 Uhr.
Auf die Nachfrage warum das Plakat oder die Plakate nicht in normaler Schrift verfasst wurden antwortete Stock. „ Naja, wie das bei Plakaten öfters mal so ist, man läuft daran vorbei und hat es eigentlich nicht wahrgenommen, bei diesen muss man stehen bleiben und es ernsthaft lesen, sonst hat man nicht verstanden worum es geht. Aktuell ist Plakat Nr. 2 im Umlauf. Auch auf der Internetseite des CV-ULK unter www.cvulk.de sind die Plakate zu sehen. In jedem Plakat geht es darum viele Narren zu ermutigen wieder aktiv am Geschehen teilzunehmen.
Auch die Rahmenbedingungen auf dem Marktplatz werden geändert. So werden mehrere Stände aufgebaut sein um die Aktiven und vor Allem die Zuschauer mit Essen und Trinken zu versorgen. „Natürlich ist das alles wetterabhängig aber Gott Jokus wird das schon richten“ so der Kommodore.
Für alle die das Plakat noch nicht gesehen haben und/oder die Schrift nicht lesen können sei der Inhalt des ersten Plakats hier noch einmal wiedergegeben:

ERBACHER
Gott Jokus war uns am 11.November des
Jahres 2009 wieder wohlgesonnen und
beschenkte uns mit einer neuen
Fastnachtskampagne 2009 / 2010.

Diese wird es entschieden zu verteidigen gelten

Den Muckern, Schlechtschwaetzern und
Nicht-Karnevalisten gilt es mit Entschiedenheit
zu begegnen.

Weitere Nachrichten und Informationen
zur geplanten
naerrischen Mobilmachung
werden von mir durch weitere Aushaenge bekannt gemacht.

Wir brauchen Deine Unterstützung

Tobias Stock
Kommodore und Kommandant der naerrischen
Streitkräfte Erbachs


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Erbacher Prinzengarde erstürmt ihr Gardehauptquartier

Erst nach 4 Prüfungen ist der Weg ins Brauhaus frei


Viel Los war am vergangenen Samstag 21.11. bei der Erstürmung des Hauptquartiers der Erbacher Prinzengarde. Viele befreundete Vereine und Besucher fanden sich zunächst im Hof des Erbacher Schlosses ein, als die Erbacher Prinzengarde geführt vom Fanfarencorps mit schwungvollen Rhythmen, dem Prinzenpaar mit Gefolge, der Garde, dem Gardeballett und dem Elferrat in den Schlosshof einzog. Denn vor der eigentlichen Erstürmung wurde die Garde schon fast traditionell auf der Schlosstreppe „vergattert“ und somit auf die bevorstehende Kampagne eingeschworen. Nachdem Ulker-Präsident Uwe Ludwig das diesjährige Prinzenpaar noch einmal kurz vorstellt hatte, befehligte Kommodore Tobias Stock die Garde nach vorne und diese bekam dann von Prinz Holger schon einmal in Erinnerung gerufen, das Sie schließlich zum Schutze des Prinzenpaares und vor Allem der Prinzessin da wäre. Bevor alle dann an das Gardehauptquartier weiterzogen teilte Kommodore Stock noch für einige Mitglieder der Garde die Soldbücher gemeinsam mit dem 1.Offizier des Fanfarenzuges Harald Schott aus.
Nach einer kurzen Pause setzte sich der ganze Tros in Richtung Brauhaus ab, wo die Garde und Ihre Freunde schon erwartet wurden. Doch während im letzten Jahr noch Böller reichten um im Brauhaus Einlass zu erhalten musste Kommodore Stock feststellen, das sich der Elfferrat mit Brauhauswirt Willy Wagner verbündet hatte und dieser aufgrund mangelnder Kenntnis im Umgang mit Lebensmittel den Zugang verweigerte. Man solle 4 Prüfungen absolvieren um die Tauglichkeit zu beweisen. Während der Erbacher Gardechef mit einem großen Löffel und mit einem Korb Eiern bewaffnet in zwei Minuten einmal um den Graf Franz rennen musste, traf es den Michelstädter Kommodore mit einer Bierprobe, der Steinbacher „Freiwillige“ durfte kalte Beilagen probieren und der Gardechef aus Stockheim durfte das Gesamtgewicht aller vier Beteiligten schätzen um den Umgang mit einer Waage unter Beweis zu stellen.
Da alle Prüfungen zur vollsten Zufriedenheit bewältigt wurden, durfte Kommodore Stock die Ernennungsurkunde an Brauhauswirt Willy Wagner überreichen und die Garde erhielt nach einem kurzen Feuerwerk Einlass ins neuernannte Gardehauptquartier wo bis spät in die Nacht gebührend gefeiert wurde.

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Empfänger ist noch geheim
Fastnacht: Ulker vergeben in Erbach wieder den Titel des lachenden Loabsers – Weibersitzung

Erbach.

Am 11.11., dem magischen Datum für alle Fastnachter, Jecken und Narren, beginnt beim traditionsreichen Erbacher Carnevalverein Ulk der Kartenverkauf für die diversen Veranstaltungen. Dieser ist aber nicht mehr wie sonst üblich bei der Touristikzentrale am Marktplatz sondern im Museumsladen des Schlosses (Innenhof) zu finden.

Für folgende Veranstaltungen liegen Tickets bereit: Loabsersitzung am Freitag, 12. Februar ab 20.11 Uhr in den Bierhallen, Samstag,. 13. Februar Ulker Kostümsitzung und am Rosenmontag, 15. Februar Sitzung der Prinzengarde, jeweils 19.11 Uhr in der Werner-Borchers-Halle.

Der Kampagnenstart für die Erbacher Ulker beginnt (laut RMV-Fahrplan) um Punkt 18.02 Uhr am Erbacher „Hauptbahnhof“. Da kommt das neue Prinzenpaar per Zug an und wird vom Verein gebührend mit Musik und allem „Gedöhns“ empfangen. Anschließend gibt es zunächst eine Ehrenrunde um das Grafendenkmal auf dem Marktplatz, danach fährt man nach Steinbach, wo zusammen mit den dortigen Narren vom CC Rot-weiß, dem KV Narrhalla Michelstadt und der Stockheimer Erdbachgarde die Fastnacht mit viel Brimborium gemeinsam ausgegraben wird. Das weitere Programm der Erbacher Ulker sieht folgendermaßen aus: Samstag (21.) wird ab 19 Uhr im Schlosshof die Garde vergattert, danach das Hauptquartier „Erbacher Brauhaus“ erstürmt. Der Elferrat stellt traditionell am ersten Adventwochenende die Caféteria am Erbacher Weihnachtsmarkt im alten Rathaus (Kuchenspenden erwünscht).

Im neuen Jahr wird am 10. Januar ab 11.11 Uhr beim Neujahrsempfang auch der Ehrenorden des Lachenden Loabsers vergeben, der Name des Empfängers ist allerdings noch Geheimsache. Die berühmt-berüchtigte Weibersitzung ist am Freitag, 5. Februar, ab 20 Uhr in den Bierhallen und der Ulker-Nachwuchs präsentiert sich in der Kinder- und Jugendsitzung am Samstag, 6. Februar, in den Bierhallen.

Der Endspurt beginnt am Freitag, 12. Februar, mit den Loabsersitzung (Bierhallen), am Samstag (13.) mit der Kostümsitzung (Borchershalle), Sonntag (14.) mit dem Lumpenball im Gardehauptquartier sowie am Rosenmontag (15.) mit dem Kindermaskenball in den Bierhallen und der Prinzengardesitzung in der Borchershalle. Abschluss ist wie immer der große Umzug am Fastnachtsdienstag (16.) um 14.11 Uhr ab Bahnhof.

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05.09.2009
Beim Spiel ohne Grenzen in Mühlheim hat die Prinzengarde den 6.Platz erreicht.

Weitere Bilder: - SoG 1 - SoG 2 - SoG 3 - SoG 4 - SoG 5

Ulkergarde unter Waffen
Fastnacht: Truppe hat ihr Hauptquartier für die närrische Zeit im Erbacher Brauhaus bezogen ERBACH. Respekt abverlangend steht sie seit Samstag wieder unter Waffen – die Garde des Carnevalsvereins CV Ulk. Angst einflößend gab sie sich aber zunächst noch nicht, lugten doch aus den Läufen der Flinten kleine Blumensträußchen hervor. Wie sich allerdings schnell zeigte, schien dies eine Finte zu sein. Denn die Truppe samt musikalischer Unterstützung durch das Fanfarenkorps war angetreten, um für die närrische Kampagne ihr Gardehauptquartier zu konfiszieren und zu besetzen. Wie jedes Jahr sollte als Hauptquartier das altehrwürdige Erbacher Brauhaus erstürmt werden, doch dessen Wirt Willi Wagner zeigte sich unerwartet widerspenstig. Mit den Worten „Was wollt’n ehr schun widder do?“, verweigerte er der Truppe den Zutritt zu seinen Räumen, zumal er ja schon im Besitz des Kampagneordens ist und somit nichts weiter zu erwarten hat. Doch da hatte sich der Wirt verrechnet. Kommodore Tobias Stock ließ nach kurzer Warnung mit Böllern und Feuerwerk den Weg zum Sternensaal freischießen. Wagner gab dann der Vernunft den Vorzug und erhielt zur Belohnung seine Ernennungsurkunde als Garde-Wirt. Zuvor hatte Stock gemeinsam mit dem Ulker-Präsidenten Uwe Ludwig die Gardisten unter Waffen und Musikinstrumenten auf der Schlosstreppe antreten lassen. Zum dritten Mal wurde in einer kleinen Zeremonie die Truppe „vergattert“ und auf die Fastnacht eingeschworen. Unterstützung erfuhren die Erbacher Narren von ihren Kappenbrüdern aus Hiltersklingen, Michelstadt, Schönnen, Steinbach und Stockheim. Die neu gewonnene Herrschaft über den Sternensaal feierten die Erbacher Ulker mit ihren Gästen in gebührendem Maß bis weit in die Nacht hinein.

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Heidelberger ZOO

CV-ULK bedankt sich bei seinem Nachwuchs

Die Kinder- und Jugendfastnacht des CV-ULK wurde am Sonntag, den 19.10. eingeladen den Heidelberger Zoo zu besuchen.
So bedankte sich der Verein bei seiner Jugendabteilung für die vergangene Kampagne und läutete gleichzeitig damit die anstehende ein.
Trotz das der Termin noch in den Ferien lag ,nahmen doch viele das Angebot war und bei sonnigem Wetter verbrachte die Gruppe den Tag im Heidelberger Zoo.
Nach der Rückfahrt wurde noch ordentlich geschlemmt in Odenwald-Gasthaus „Mümlingstube“ bei Fam. Dieter Mohr in Erbach. Hier gab es Spaghetti oder Schnitzel mit Pommes frites.
Kinder die auch gerne beim CV-ULK Fastnacht feiern, erleben und mitkreieren möchten können sich natürlich auch noch für die kommende Kampagne melden bei Fr. Marion Bechtold unter marion-bechtold@web.de .
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Erster Sternmarsch der Narren

Saisonauftakt: Karnevalisten gehen im Schlosshof auf die Suche – Motto der diesjährigen Kampagne: „Fastnacht macht erst wirklich high, ist man mittendrin dabei“

ERBACH. Ein kleiner Sternmarsch führte die Karnevalisten der Kreisstadt, aus Michelstadt, Steinbach und Stockheim am Dienstag vor dem Schloss zusammen. Erstmals gehörte auch eine Delegation aus Mossautal dazu. Schwungvolle Klänge des Fanfarencorps des CV Ulk geleiteten die Narren in den Schlosshof, wo Ulker-Präsident Uwe Ludwig, unterstützt von den Chefs der Gastvereine pünktlich um 19.11 Uhr mit der Fastnachtsausgrabung die närrische Saison eröffnen wollte. Das Problem nur: Die Fastnacht war aus unerfindlichen Gründen abhanden gekommen. Gardekommodore Tobias Stock, dem sie anvertraut war, wurde sie entwendet. Den diebischen Bajazzo (Hans-Jürgen Schneider) fing die Kleppergarde ein, aber dieser wiederum machte den Schlossgeist verantwortlich.
Nach aufwendigem Prozedere gelang es schließlich, den Schlossgeist zur Herausgabe der Fastnacht zu bewegen. Langsam schwebte der Geist aus dem Dachgeschoss des Schlosses hinüber zur Treppenempore an der gegenüberliegenden gräflichen Rentkammer, wo er von Ludwig und seinen Präsidentenkollegen empfangen wurde.

Ludwig eröffnete schließlich die fünfte Jahreszeit. Mit lustigen Dialogen wurden die Fastnachter langsam auf die bevorstehende Kampagne eingestimmt.

Die flotten Rhythmen des Fanfarencorps heizten die Stimmung zusätzlich an. Begeisterung löste ein Auftritt der Gruppe „Lumos“ aus. Die Mitglieder dieser Gruppe, allesamt aus der näheren Region stammend, faszinierten mit einer eindrucksvollen Feuershow.

So groß einerseits die versammelte Narrenschar war, so gering war andererseits das Interesse der Öffentlichkeit. Ludwig hätte sich mehr Zuspruch gewünscht, zumal die diesjährige Kampagne der Erbacher Ulker unter dem Motto steht: „Fastnacht macht erst wirklich high, ist man mittendrin dabei“. Bis in die Nacht feierten die Narren noch den Saisonauftakt im Sternensaal des Erbacher Brauhauses.


Alte Berichte:
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An der Fusion kommt kein Narr vorbei
Ulker Fastnacht: Die geplatzte Vereinigung mit der Nachbarstadt lässt sich aus der Bütt von vielen Seiten beleuchten

ERBACH. „Ich bin gääsche die Fusion, ich stimm’ mit Noa.“ So entrüstete sich Witwe Kohlbacher (Uli Glenz) gegenüber dem jungen Berater am Infostand (Alexander Glenz), als der sie von den Vorteilen der später geplatzten Städtevereinigung überzeugen wollte. Die Folgen seien nicht ausreichend überdacht.
Denn immerhin lasse sie sich jedes Jahr vor dem Wiesenmarkt beim Frisör Schmitz die Haare richten. Führe die Fusion aber dazu, dass es künftig am Erbacher Wiesenmarkt genau so schlechtes Wetter gebe wie am Bienenmarkt, dann hingen die Haare ganz schnell so vom Kopf, wie beim Italiener die Spaghetti über den Tellerrand.

Zudem wolle sie auf keinen Fall eine Lorbser-Bie sein. Mit dieser Glanznummer setzten Vater und Sohn Glenz in den beiden Prunksitzungen der Erbacher Ulker einen Höhepunkt. Aber auch in etlichen weiteren Rede- und Liedvorträgen wurde die Verschmelzung der beiden Nachbarstädte thematisiert.

Sehr gut besucht war die Veranstaltung am Samstag in der Werner-Borchers-Halle. Ulker-Präsident Willy Schmidt bedauerte allerdings, dass die zusätzlich für Sonntag geplante Galaveranstaltung abgesagt werden musste. Schon früh sei erkennbar gewesen, dass dafür keine Nachfrage bestand. Sitzungspräsident Jürgen Schneider führte gekonnt durch das Geschehen, das mit dem Einzug der Erwachsenen- und Kinderprinzenpaare samt Gefolge, Garde und Fanfarencorps eröffnet wurde. Dem ging ein eindrucksvoller Liedvortrag voraus, arrangiert von Uli Glenz und dargeboten von Anja Lade mit der Gruppe „Beat und PS“.

Präsident Schneider stellte die närrischen Regenten vor: Prinz Michael III. mit Prinzessin Sylvia II. sowie beim Nachwuchs Prinz Lukas Heinich und Prinzessin Marielle Nieratzky. Was Tanzmariechen Julia Schmidt und Tanzmajor Yves Rochon darboten, darf durchaus als artistisch bezeichnet werden. Mit ihren Tanznummern gefielen aber auch das Männerballett und die Girlies von der Kinderfastnacht. Das Gardeballett erfreute mit Tänzen zu kölschen Liedern, schwungvoll präsentierte sich das Kinderballett. Walt Disney lieferte den Tanzgirls die musikalischen Themen, beispielsweise das Dschungelbuch oder Robin Hood. Mit Disco-Tanz zu Musik der Achtziger-Jahre glänzte das CV-Ulk-Showballett.

Musikalisch heizten „Beat und PS“ sowie „Die vier fröhlichen Lorbser“ immer wieder die Stimmung an. Die Lustgartenspatzen, gestylt als Gruppe „Tokio Hotel“, äußerten sich gesanglich zur Fusion und anderen lokalen Themen. Was wäre allerdings eine Narrensitzung ohne Sketche und Büttenreden. Das nach eigenem Bekunden „Ewwerschbäjer Schlappmaul“ Marion Berg-Reubold wähnte sich als nächster singender Superstar bei Dieter Bohlen, während Elferratsmitglied Georg Lenz seine Gedanken zur jüngsten Hessenwahl offen legte. Isabell Mattern als Babett und Sabine Hupp als Anna diskutierten eindrucksvoll die Probleme mit ihren Ehepartnern, erkannten letztlich doch deren Vorteile, so dass sie von der geplanten Scheidung Abstand nahmen.

Der Job des Erbach-Michelstädter Nachtwächters Dirk Steibert war zum Flop geworden. So beschränkte er sich darauf, die Unterschiede in Ausstattung und Nutzung der Kleidung von Gardeoffizieren und Gardemädchen zu verdeutlichen. Dennoch brachte die missglückte Fusion auch eine erste gemeinsame Arbeitsgruppe hervor: Kehr und Sanitär. Ilona Gebhardt und Roger Tietz hatten zunächst durchaus unterschiedliche Vorstellungen von ihren Aufgabengebieten im Reinigungsbereich. Ein flotter Tango bereinigte jedoch die Differenzen.

Der großen und kleinen Politik hielt Protokoller Jens Ihrig den Narrenspiegel vor. Geschickt pointiert gab er reichlich Ratschläge zur Verbesserung der Lage. So sollten die Grünen für den Liter Sprit die angestrebten fünf Euro zahlen, alle anderen Bürger nur einen. Mit einem Singspiel stellte Sitzungspräsident Jürgen Schneider noch einmal den aktuellen Stand der Städtefusion heraus: Verschiedene Tischreihen mussten gleichzeitig unterschiedliche Lieder singen. Das sich daraus ergebende Durcheinander bezeichnete er als übereinstimmend mit der Fusionsplanung.

Den musikalischen Part lieferte die Tanzcombo „Nachtexpress“, im Foyer sorgte das Fanfarencorps während der Pausen für Stimmung.

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Narren-Adel gibt sich die Ehre Fastnacht-Auftakt:

Sylvia II. und Michael III. heißen die Ulker-Tollitäten, die bis zum 6. Februar die aktuelle Kampagne begleiten werden ERBACH. Kurz und heftig wird sie werden, die diesjährige Fastnachtskampagne. Denn bereits am 6. Februar ist schon wieder alles vorbei. Dabei hat es doch grade erst angefangen: Auch die kreisstädtischen Ulker haben am Sonntag fröhlich und gut gelaunt nicht nur die „Fünfte Jahreszeit“, sondern auch ihr diesjähriges Prinzenpaar nebst hoheitlichem Gefolge begrüßt. Nach alter Tradition geschah dies am Erbacher Bahnhof, musikalisch begleitet vom Ulk-Fanfarencorps. Ein gut gehütetes Geheimnis wurde auch gelüftet: Sylvia II. und Michael III. heißen die Tollitäten 2007/2008. Im bürgerlichen Leben sind dies Sylvia Hofmann und Michael Lendvay aus Erbach. Prinz Michael ist gelernter Betriebswirt und firmiert seit 1993 unter „Quadravis“ als selbstständiger Fachmann in Sachen Digitaldruck. Prinzessin Sylvia unterstützt ihren Michael im Geschäft, die gelernte Arzthelferin ist zudem Vorsitzende des Fördervereins der Schule am Treppenweg. Die Pagen Sandra Ripper und Jens Ihrig assistieren den Hoheiten. Alle haben sie eines gemeinsam: die Liebe zur Fastnacht und das Engagement für den CV Ulk, den sie sowohl aktiv als auch passiv tatkräftig unterstützen: Michael ist der Fachmann für das Vereinsmarketing, Sylvia hilft mit viel Einsatz bei der Weiberfastnacht. Elferratsmitglied Jens steht als Protokoller in der Bütt, das ehemalige Ulk-Tanzmariechen Sandra ist unter anderem Sitzungspräsidentin bei der Weiberfastnacht. Los geht es dann mit dem großen Neujahrsempfang und der damit verbundenen Verleihung des Ordens „Der lachende Loabser“ am Sonntag (13. Januar) um 11.11 Uhr im Sternensaal der Gaststätte „Erbacher Brauhaus“. Im Stil der fünfziger Jahre geht es am Freitag (25. Januar) ab 20.11 Uhr bei der großen Weibersitzung in den Bierhallen am Sportpark rund. Einige Karten gibt es noch, Info und Bestellung unter Telefon 06062 912206. Das Erbacher Rathaus wird dann am Samstag (26. Januar) um 11.11 Uhr erstürmt, an diesem Tag steigt auch ab 15.11 Uhr die Kinder- und Jugendsitzung in den Bierhallen. Ein verändertes Konzept wird den Besuchern der beiden Bunten Abende am 2. und 4. Februar jeweils ab 19.11 Uhr in der Werner-Borchers-Halle präsentiert. Die neue Ulk-Programmdirektorin Ursula Predan verspricht eine tolle Bühnenshow mit viel Abwechslung. Neu dabei: Es wird erstmals zwei Pausen anstatt wie bisher nur einer Unterbrechung geben. Am Sonntag (3. Februar) lädt der CV Ulk um 18.11 Uhr dann zur Fastnachtsgala in die Werner-Borchers-Halle. Ein delikates Mehrgängemenü wechselt sich in festlicher Atmosphäre mit ausgesuchten Programmpunkten ab. Karten für die Bunten Abende und die Gala gibt es bei der Oreg am Marktplatz (Telefon 06062 94330). Komplettiert wird die Kampagne durch das Neujahrsgrillen am 1. Januar im Hof des Gasthauses „Erbacher Brauhaus“, dem Kindermaskenball am Montag (4. Januar) ab 14.11 Uhr in den Bierhallen und dem Umzug am Faschingsdienstag (5. Februar) um 14.11 Uhr mit After-Umzugsparty (Bierhallen). Umzug-Anmeldung: Thomas Müller, Telefon 01715181644 oder per E-mail: thomascvulk@freenet.de. Finale HR4 - Verein des Jahres

Leider hat es gestern in Laubus-Eschbach bei der Kelterei Heil nicht ganz gerreicht. Nur um etwa 0,5 sek beim Entscheidungs-Armbrustschiessen im spannenden Finale haben wir den Sieg verpasst.

Der CV-ULK graturliert den Mittwochstrimmern aus Neu-Anspach zum Gewinn.

 


Ulker beenden ihre Querelen
Vereinsleben: Ein neuer Rechner bringt Ordnung – Pläne für die närrische Saison

ERBACH. Nachdem es im August des Vorjahres nach vereinsinternen Querelen zur Neubesetzung des Präsidentenamtes mit Uwe Ludwig kam, standen am Donnerstag bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Karnevalvereins CV Ulk turnusgemäße Neuwahlen des gesamten Vorstandes an. Ludwig wurde dabei in seinem Amt bestätigt, ebenso die beiden Vizepräsidenten Hans-Jürgen Schneider und Norbert Veith. Als Schatzmeister neu im Amt ist Dieter Mohr, Schriftführerin bleibt Marion Bechtold-Roth. Als Beisitzer wurden wiedergewählt Tobias Stock, Klaus Stellwag und Ute Stellwag, neu in dieses Amt kam Sabrina Neff.
Unregelmäßigkeiten hatten bereits im Sommer dieses Jahres zum Ausscheiden des seitherigen Rechners geführt. Dieter Mohr, bisher Beisitzer, übernahm spontan diese Aufgabe und brachte Ordnung in das Zahlenwerk, während Tobias Stock eine neue Mitgliederdatei erstellte, die letztlich den Einzug der Mitgliedsbeiträge ermöglichte. Mohr war es möglich, einen einwandfreien Kassenbericht vorzulegen, der zwar ein leichtes Minus auswies, aber dennoch eine stabile finanzielle Basis des Vereins belegte. Zudem, so Ludwig, war Mohrs Kassenführung die Grundlage dafür, dass die Gemeinnützigkeit des Vereines erhalten blieb. Der Bericht der Revisoren führte zur Entlastung des Vorstandes.

Nur kurz streifte Ludwig die Unannehmlichkeiten seines ersten Amtsjahres, berichtete vielmehr über die insgesamt erfolgreiche zurückliegende Kampagne, bei der erstmals eine Bierhallensitzung mit Eigenbewirtschaftung durchgeführt wurde. Der Präsident bedauerte aber einen weiter anhaltenden Besucherrückgang und stellte eine scheinbare Verlagerung hin zur Straßenfastnacht fest. Das Bestreben müsse künftig sein, wieder mehr Leute zur Saalfastnacht zu bekommen. Den Neujahrsempfang mit Reiner Bange (Familie Kleinschmidt) und weitere Einzelveranstaltungen hob Ludwig hervor. Sein besonderer Dank ging an das Kinderprinzenpaar, während er bedauerte, dass es nicht möglich war, ein Erwachsenen-Prinzenpaar zu finden. Dies, so versprach der Präsident, wird in der bevorstehenden Saison anders sein: Am 11.11. soll wieder ein Prinzenpaar vorgestellt werden.

Ludwig nahm die Hauptversammlung zum Anlass, das Motto der neuen Kampagne vorzustellen und den neuen Orden zu präsentieren. Beides bezeichnete er als kleine Hommage an einen der ältesten Erbacher Traditionsclubs, den Gänsgretelverein. So zeigt der Orden den Badbrunnen, und das Motto lautet: „Ob Gigagagack oder Helau, närrische Loarbser sind ‘ne Schau“.

Intensiv und teils sehr kontrovers diskutiert wurde ein Antrag des Gardeballetts, neue Tänze bei Veranstaltungen außerhalb Erbachs schon vor den Sitzungen in der Kreisstadt aufführen zu dürfen. Hintergrund ist ein früherer Vorstandsbeschluss, der solches zumindest im engeren Umkreis untersagt, um neue Glanzlichter stets zuerst bei den Eigenveranstaltungen präsentieren zu können. Nach regem Für und Wider wurde der Antrag an den Vorstand verwiesen, der kurzfristig Einzelentscheidungen treffen soll. Wie zitierte doch Ludwig zu Beginn der Versammlung ein älteres Vereinsmitglied: „En Vereun, wo net dischputiert werd, is doud.“


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Engagierter Hobbyhistoriker und Vertreter Erbachs
Altersjubiläum: Paul Wagenknecht vollendet morgen sein neunzigstes Lebensjahr – Reisen als eine seiner Leidenschaften

ERBACH. „Man muss es nicht nur wollen, man muss es tun”, so beschreibt Paul Wagenknecht seine Devise, der er zeitlebens gefolgt ist. Der Jubilar vollendet am morgigen Donnerstag (15.) sein 90. Lebensjahr. Geboren in der damaligen Mühlgasse, ist Wagenknecht ein echtes Erbacher Urgestein. Dort absolvierte er im Kaufhaus Stetter eine Lehre als Textilkaufmann, legte später seine Prüfung als Handlungsgehilfe ab.
Im Jahr 1939 wurde er zum Militär einberufen, nahm später unter anderem am Frankreichfeldzug teil und verbrachte zwei Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft. In der kleinen Werkstatt des Vaters stellte Wagenknecht Schuhschäfte her, nahm schließlich eine kaufmännische Tätigkeit in der Knopffabrik Kolmer auf. Dort war er 35 Jahre im Außendienst erfolgreich, legte dabei rund zwei Millionen Kilometer zurück, bevor er erst im Alter von siebzig Jahren in das Rentnerdasein wechselte.

Dies war aber keineswegs der Beginn eines ruhigeren Lebensabschnittes. Immer schon engagierte sich der Jubilar für seine geliebte Heimatstadt. Er wirkte über Jahrzehnte als Stadtverordneter, auch als Stadtrat, arbeitete mit in Gremien wie denen für Städtepartnerschaft und Kindergärten. Der damalige Bürgermeister Dieter Haver ehrte ihn 1989 mit dem Titel „Verdienter Einwohner“.

Schon 1931 trat er dem Erbacher Stenografenverein bei, schaffte 200 Silben je Minute, wie er erzählt. Besonders geprägt hat er den CV Ulk, dem er seit 1950 angehört, den er 15 Jahre als Präsident führte, und den er noch heute als Ehrenpräsident begleitet. Er gab den Anstoß zur Gründung des Fanfarenzugs der Karnevalisten.

Still geworden war es um den damaligen Erbacher Gewerbeverein-Werbering, dessen Geschäftsführung Wagenknecht 1975 übernahm. Bürgermeister Borchers mahnte mehr Aktivitäten an, und rannte bei Wagenknecht offene Türen ein. Auf seine Initiative wurde noch im gleichen Jahr der erste Weihnachtsmarkt in der Kreisstadt veranstaltet. Wagenknecht schmunzelt bei der Erinnerung an die späteren Besuche von Abordnungen aus der Nachbarstadt Michelstadt, wo es dann bald auch solche vorweihnachtlichen Feste gab.

Sein großes Engagement galt der Heimatgeschichte – vornehmlich dem Erbacher Grafenhaus, als dessen Archivar er wirkte. So hat er von 1980 bis 1990 ein Bestandsverzeichnis erstellt. Seine Tätigkeit um und für die Historie seiner Heimat führte 1982 zur Gründung des Historischen Vereins für die Grafschaft Erbach, bei dem er nun Ehrenmitglied ist. Er hielt zahlreiche Vorträge, viele Aufsätze für Fach- und allgemeine Veröffentlichungen stammen aus seiner Feder. Auch in Buchform liefern Werke des Autors Zeugnis aus vergangenen Zeiten, darunter die „Erbacher Stadtordnung vom 6. Januar 1615“, wie berichtet. Und dieser Tage erscheint eine weitere Veröffentlichung in der Zeitschrift „Der Odenwald“ des Breubergbunds, den Wagenknecht ebenfalls unterstützt.

Politisch aktiv war Wagenknecht bei der ÜWG, deren Ehrenmitglied er ebenfalls ist. Zu seinen Auszeichnungen gehört der Ehrenbrief des Landes Hessen.

Reisen ist eine weitere Leidenschaft des Jubilars. Allein 14 Mal weilte er in Namibia, und auch dort galt sein Interesse vorwiegend der Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch Südwest-Afrika. Da treffen in der Ferne auch mal karnevalistische Interessen aufeinander, mit dem Erfolg einer lang anhaltenden Freundschaft mit Besuchen und Gegenbesuchen von Fastnachtern aus Windhuk und der Odenwälder Kreisstadt.

Privat hielt das Leben für Paul Wagenknecht einige herbe Schicksalsschläge bereit. Seine Frau Annemarie starb nach schwerer Krankheit im Jahr 1991. Schon 1975 war beider noch sehr junge Tochter Ursula gestorben. Paul Wagenknecht lebt und wirkt noch immer in seinem Haus an der Zentlinde. Neben zahlreichen Gästen gratuliert seine Lebensgefährtin Doris Schmidt zum Geburtstag.

„Lachender Loabser“ für Rainer Bange
Fünfte Jahreszeit: Erbacher Carnevalverein Ulk verleiht Ehrenorden an Rundfunkmann

leer
ERBACH. Reden ohne Punkt und Komma, dabei mehrere Personen sprachlich verkörpern, am Ende eine Pointe setzen, die das Publikum zu stehenden Ovationen hinreißt, das kann der diesjährige Träger des Ulker-Ehrenordens „Lachender Loabser“ mit traumwandlerischer Sicherheit, und das im Alter von 80 Jahren. Rainer Bange heißt der Mann, und wer ihn bis dato noch nicht kannte, der durfte ihn am Sonntag beim Neujahrsempfang des CV Ulk Erbach hautnah erleben.

Bange, bekannt vor allem durch den Rundfunksender hr4 und seine Sendung „Familie Kleinschmidt“ ist ein sehr vielseitiger Mensch, der fast schon etwas verlegen die höchste Auszeichnung der Erbacher Fastnachter entgegennahm. Die Laudatio für ihn hielt Karl Oertl, seit 2005 ebenfalls Inhaber eines Loabser-Ordens, und Freund des Geehrten. Demnach hat der gebürtige Hanauer seinen bis 1995 ausgeübten Hauptberuf als Architekt wegen „Behördenallergie“ aufgegeben.

Aus dieser Berufszeit stammte wohl auch sein in Erbach vorgetragenes Behördengespräch, bei dem nach einer wahrlichen „Amts-Odyssee“ nicht der eigentlich zuständige Sachbearbeiter, sondern letztlich die Raumpflegerin die gewünschten Informationen für den gebeutelten Architekten hatte. Banges Erlebnisse im Umgang mit Behörden, Bauherren, Handwerkern und anderen waren der Grundstein für seinen Wechsel zu Schauspielerei und zum Kabarett. Bis zu neun verschiedene Personen mimt der Sprachvirtuose bei seinen Auftritten und Radiosendungen und setzt dabei auf den Wiedererkennungswert seiner Zuhörer, von denen wohl viele schon ähnlich geartete Erlebnisse hatten.

Viele Gäste nahmen an der dreistündigen Veranstaltung teil, auch aus dem politischen Leben, trotz Landtagswahlen. Prinzengarde und Fanfarenzug eröffneten den Empfang. Den Grußworten des Ulker-Präsidenten Uwe Ludwig und des Elferratspräsidenten Hans-Jürgen Schneider folgte die Ehrung von Aktiven des Vereins.

So dankte der CV Ulk Renate Kolmer für über vierzigjähriges Engagement mit der Ehrenmitgliedschaft, und Harald Helm bekam von der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval für seine über 25 Jahre Aktivenzeit den Verdienstorden in Silber aus der Hand des Bezirksvorsitzenden Manfred Kreis überreicht. Prinzengardekommodore Tobias Stockt ehrte zudem für elf Jahre närrischen Einsatz Stefan Reinartz, Klaus Ruhmann und Marius Schmidt.

Große Anerkennung zollte nicht nur das Publikum, sondern auch der durch seine langjährige Tätigkeit als Sitzungspräsident der hessischen Fernsehfastnacht und zahlreichen Büttenreden erfahrene Karl Oertl dem jungen Protokoller des CV Ulk, Jens Ihrig. Dieser überzeugte einmal mehr durch feinsinnigen Wortwitz und eingängige Präsentation seines närrischen Jahresrückblicks auf Welt-, Bundes- und Kreispolitik.

Wer allerdings auf die Präsentation des noch fälligen Prinzenpaars an diesem Mittag wartete, der wurde Zeuge eines Novums der Vereinsgeschichte: Da die Ulker trotz intensiver Bemühungen kein Herrscherpaar finden konnten, wurde dieser Part kurzerhand dem Kinderprinzenpaar übertragen. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Melissa I. (Nieratzky) und seine Tollität Prinz Stefan I. (Teusch) machten ihre Sache gut. Und so klein sind die beiden denn auch nicht mehr, mit 16 Jahren und knapp davor werden die Teenager-Tollitäten den Verein wohl ganz cool repräsentieren.

iko
21.1.2009
Folgende Runden galt es auszuspielen:
- 48h Aufgabe. Einkleidung von 5 Personen in alte Schützenvereinstracht mit Stadtlogo und alle Mann mussten mit einer Armbrust ausgerüstet sein.
- "Apfel"Quiz bestehend aus 10 Fragen
- Kelterspiel. 1 Liter Saft herstellen
- Armbrustschiessen

Vorab hier die ersten Bilder:    
Das Videoder Kelteraufgabe




Halbfinale HR4 - Verein des Jahres

(Bericht aus HR4 Online)

Bald steht er fest: "Der Verein des Jahres 2007". Das erste Halbfinale ist schon entschieden! Es fand am Sonntag, den 24. Juni statt. Und soviel darf hier schon mal verraten werden: es war unheimlich spannend!

Knuts Hut Club aus Groß-Felda trat gegen den CV Ulk Erbach an. Und das hr4–Team hat es den beiden Vereinen nicht leicht gemacht. Zahlreiche Aufgaben mussten in zwei Stunden gelöst werden. Zum Beispiel waren die hr4 Moderatoren Britta Wiegand und Werner Lohr versteckt – und mussten innerhalb von einer Stunde gefunden werden.
Eine rasende Reporterin auf dem Motorrad
Conny Bächstädt hat die Erbacher auf ihrer Suche nach Britta Wiegand begleitet. Die Rätselfrage haben die Ulker bereits um 15:20 Uhr bekommen und schnell war klar, dass Britta Wiegand nur im Restaurant "Zum Schorsch" und in Führt-Erlenbach versteckt sein kann. Nach einer halsbrecherischen Fahrt von Erbach nach Fürth Erlenbach - unsere Reporterin mit einem Vereinsmitgleid auf dem Motorrad - wurde die Moderatorin dann rechtzeitig gefunden und die erfolgreiche Suche konnte per Handy gemeldet werden.

Eine Fahndung nach Werner Lohr
Die Mitglieder vom Verein "Knuts Hut Club" hatten sich gut vorbereitet: Fahndungsfotos von Werner Lohr waren überall verteilt und so sollte einem schnellen "Zugriff" nichts mehr im Wege stehen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Reporter Rainer Janke schwärmten die Vereinsmitglieder in nahezu alle Himmelsrichtungen aus. hr4-Moderator Werner Lohr wartete am Bismarckturm auf dem Taufstein im Vogelsberg auf die Vereinsmitglieder. Mehr als 30 Mitglieder hatten sich auf die Suche gemacht, doch trotz schneller Ortung und den verteilten Fahndungsfotos rannten die Vereinsmitglieder zunächst an dem beliebten Moderator vorbei – ein nicht ganz so aktuelles Fotos hatte die Sucher auf die falsche Fährte gelockt. Doch kurz darauf war Werner Lohr gefunden und Knuts Hut Club konnte sich über 1000 Punkte freuen.

Ausblick auf das nächste Halbfinale
Das war aber noch lange nicht alles. Bis sich das Siegerteam aus Erbach die 2750 Punkte gesichert hatte, musste es noch einige Herausforderungen stemmen: So wurde das Wissen der Teilnehmer getestet oder mit äußerst ungewöhnlichen Instrumenten Musik gemacht.

Am Ende konnte der CV Ulk Erbach den Halbfinalsieg mit 200 Punkten Vorsprung mit nach Hause nehmen. Und sollte sich jetzt schon mal rüsten: Das Finale wartet!
Im nächsten Halbfinale am 1. Juli treten die Wetzlarer Karnevalsgesellschaft e.V. gegen die Mittwochstrimmer Neu Anspach an. Der Sieger trifft im Finale am 8. Juli auf den CV Ulk Erbach. Und dann geht’s um die Wurst: wer verdient den Titel "Verein des Jahres 2007"?


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Hauptversammlung des CV-ULK

Programmdirektor geht
Narren: Stühlerücken im Vorstand der Ulker und Enttäuschung über Kartenverkauf

ERBACH. Einige Wechsel im Vorstand des Carnevalvereins Ulk Erbach brachte kürzlich dessen Hauptversammlung. Präsident bleibt Willy Schmidt für eine weitere Amtsperiode, auch Hans-Jürgen Schneider, einer von zwei Stellvertretern und Elferratspräsident, wurde in seinem Amt bestätigt. Der langjährige Ulker Vize und Programmdirektor Uwe Ludwig stellte sich allerdings nicht mehr zur Wahl, den Posten nimmt nun Norbert Veith wahr.
Schatzmeister Markus Blum kandidierte ebenfalls nicht mehr. Als sein Nachfolger wird Jens Ihrig die Bücher des Vereins führen. Das Amt des Schriftführers hat weiterhin Marion Bechtold-Roth inne.
Auch bei den Beisitzern gab es einen Wechsel: Für Heike Schmidt rutschte Ursula Predan in den Vorstand nach. Sie ist neben den wiedergewählten Tobias Stock, Ute Stellwag und Dieter Mohr die Vierte im Bunde, die sich zudem um den frei gewordenen Posten des Programmdirektors bewirbt.

Der Bericht des Präsidenten war einerseits von Stolz über die engagiert erarbeitete
Gestaltung des Fastnachtsbrunnens am Treppenweg geprägt, andererseits kamen Töne der Enttäuschung darüber durch, dass es auch in der vergangenen Kampagne nicht gelungen war, bei den Bunten Abenden wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Es seien einfach zu wenige Karten verkauft worden. Schmidt lobte alle Mitglieder für ihren Einsatz und appellierte an sie, sich noch mehr für Werbung und Kartenverkauf einzusetzen

Auch Schatzmeister Markus Blum äußerte sich dementsprechend und unterlegte seine dringliche Aufforderung anhand einer Gewinn- und Verlustrechnung per Beamer. Hätte der Verein nicht wieder großzügige Spender gefunden, die einen Großteil des Minus aufgefangen haben, sähe es in der Kasse weit weniger gut aus.

Die Versammlung beauftragte den Vorstand, einen Plan mit Einsparungsmöglichkeiten auszuarbeiten. Eventuell müsse über eine Beitragsanpassung und Zuschusskürzungen nachgedacht werden.

Eine gravierende Änderung gibt es in der nächsten Kampagne. Wegen deren extremer Kürze werden diesmal alle Veranstaltungen in der Werner-Borchers-Halle ausgerichtet, sonst komme man mit den Auf- und Abbauarbeiten nicht hin. Die nächste Herausforderung steht dem CV Ulk am übernächsten Wochenende (23./24.) ins Haus, da er bei der Pferdemesse einen Teil der Bewirtung übernimmt und am Sonntag (24.) nebenbei noch das erste Halbfinale im Wettbewerb
zum Verein des Jahres bestreitet; mitreisende Fans sind willkommen.

iko

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Archiv

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Ein neuer Vorstand soll es nun richten

Vereinsleben: CV Ulk kommt nicht zur Ruhe - Klares Votum für Uwe Ludwig, der mit neuem Team weitermacht

ERBACH. 

Was viele Karnevalisten der Kreisstadt erhofft und erwartet hatten, ist nicht eingetreten. Vorstandsneuwahlen im vergangenen Jahr sollten nach voraus gegangenen Streitigkeiten und finanziellen Unregelmäßigkeiten endlich wieder Ruhe im Verein einkehren lassen.

Bei der Jahreshauptversammlung des CV Ulk am Donnerstag mussten die zahlreich anwesenden Mitglieder jedoch erneut ein langwieriges Wahlprozedere über sich ergehen lassen. Wieder war der komplette Vorstand zu wählen, diesmal für zwei Jahre, um danach in den satzungsgemäßen Drei-Jahres-Rhythmus zurückzukehren. Offenbar waren es persönliche Differenzen innerhalb von Mitgliedergruppierungen und Vorstand, die allerdings nicht mehr näher offen gelegt wurden, die jüngst zum Rücktritt des Präsidenten Uwe Ludwig und zuvor schon seines Stellvertreters Hans-Jürgen Schneider geführt hatten.

So hatte der zweite Stellvertreter Norbert Veith die Versammlung zu eröffnen, um unmittelbar nach Ernennung von Jürgen Volk zum Versammlungsleiter ebenfalls mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt zu erklären. Veith begründete dies mit persönlichen Vorwürfen gegen ihn. Dennoch gab Uwe Ludwig seinen Jahresbericht und ging insbesondere auf die erfolgreiche Kampagne 2009/2010 mit all ihren Facetten ein. Nur kurz deutete er die aktuellen Probleme an, als er auf die besonderen Anforderungen und Aufgaben eines Vorsitzendenamtes einging, die durchaus auch mal dazu führen können, dass er im Gesamtinteresse des Vereins jemandem ,,auf die Füße treten" muss. Besonderen Dank richtete er für stete Unterstützung an die städtischen Gremien sowie an den Unternehmer und Klubkameraden Ralf Mai, der unter anderem eine Halle zur Lagerung der Deko-Materialien zur Verfügung stellt.

Rechner Dieter Mohr kann zwar für den Verein keine Reichtümer anhäufen, belegte aber mit seinen Zahlen, dass der CV Ulk auf gesunder Basis steht und wirtschaftlich handlungsfähig ist. Der Bericht der Kassenprüfer führte zur einstimmigen Entlastung des seitherigen Vorstandes. Ludwig stellte sich wieder zur Wahl für das Präsidentenamt und erhielt ein sehr klares Votum für die Fortsetzung seiner Führungstätigkeit. Neu als erster Stellvertreter wurde Tobias Stock gewählt, zweiter Vizepräsident ist künftig Jörg Merkel. Der bewährte Schatzmeister Dieter Mohr wurde in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls neu zum Vorstand stieß Conny Kolmer als Schriftführerin. Als Beisitzer fungieren künftig Holger Gunkel, Sybille Heinich, Klaus Stellwag und Ute Stellwag.

Und Mariechen tanzt dazu

Großer Auftritt: Celine Horn als Tanzmariechen am Bunten Abend des CV Ulk in Erbach

Fastnacht: Der Bunte Abend des CV Ulk in der Erbacher Werner-Borchers-Halle bietet auch etwas fürs Auge


Dass die Fastnacht hinter den Kulissen eine ganz ernste Angelegenheit ist, wird hierzulande zwar oft gemunkelt. Ans Tageslicht aber brachte Uli Glenz die ganze Wahrheit über die Fastnachter, bei denen es alles gibt, nur leider nichts zu lachen. Auch der eigene Verein CV Ulk wurde am Bunten Abend in der Erbacher Werner-Borchers-Halle an Vorkommnisse der jüngsten und älteren Vergangenheit erinnert, die der Glossist als nicht unbedingt zum Lachen empfand. Die Gäste im Saal hatten dafür umso mehr zu lachen, und das nicht nur bei Uli Glenz. Da war als erstes der Proto koller Heiko Lade als Odenwälder Bauer, der gekonnt und mit spitzer Zunge nicht nur die Bundes- sondern auch die kreisstädtischen Ereignisse des vergangenen Jahres kritisch betrachtete. So mutmaßte er dass die BUE (Bürgerinitiative Umgehungsstraße Erbach) zurzeit so beschäftigt sei, dass sie wohl noch gar nicht mitbekommen hätte, dass Erbach keinen Bahnhof mehr habe. Weniger politsch, dafür mehr familiär ging es bei Dirk Steibert und Angie Schubert zu, die als Opa und Enkelin in der Bütt standen. Viel zu erzählen hatten auch die beiden Toilettenfrauen Renate Fries und Ursula Predan, die sich Sorgen und Nöte ihrer Besucher anhören müssen, obwohl sie so manches oftmals gar nicht hören wollen. Trockenen Humor bewies Karl-Heinz Werner als Gastredner des Karnevalvereins Ober-Hainbrunn, der auch einiges aus dem Nähkästchen zu erzählen wusste. Gesang, Tanz und Show bestimmten das weitere Programm, welches vom neuen Elferratspräsidenten Holger Gunkel angenehm locker und flüssig moderiert wurde. Da war zunächst der Fanfarenzug des CV Ulk unter Leitung von Michael Bechtold, der den Abend musikalisch einleitete und auch später nochmals mit flotten Rhythmen die Stimmung anheizte. Eine neue Gesangsformation präsentierte sich mit Gunter Spatz und Karl-Heinz Sattler als die „Hallodris“. Sie nahmen in ihren Liedern unter anderem die Erbacher Stadtpolitesse Renate Fries aufs Korn. Eine gehörige Portion Power brachten die Damen von „Beat & PS“ (Andrea Mohr, Anja Lade und Steffi Geister) mit ihren Songs rund um den Wilden Westen auf die Bühne. Für ihr 3x11-jähriges Bühnenjubiläum zogen die „Vier fröhlichen Loabser“, Helmut Schmitt, (Gründungsmitglied), Uwe Ludwig, Holger Gunkel und Rolf Meister, einige ihrer beliebtesten Gassenhauer aus dem Ärmel. Für gehörige Lacher sorgten Nicole Merkel, Andrea Mohr und Karina Gunkel mit ihrer Playbackpräsentation der biegsamen Tenöre. Gehörig was aufs Auge gab es für die Gäste bei den verschiedenen Ballettdarbietungen. Selbst die kleinsten, die „Peanuts“, zeigten sehr viel Professionalität bei ihrer Darbietung. Spagat oder Radschlagen, das gehört heute zu einem guten Gardetanzvortrag dazu. So auch bei dem neuformierten CV Ulk Gardeballett, das sich aus der eigenen Jugend rekrutiert und in diesem Jahr die alte Formation komplett abgelöst hat. Gelungen und hochakrobatisch wirkte auch die Präsentation des Tanzmariechens Celine Horn, die zudem trotz der großen Anstrengung nie das Lächeln aus dem Gesicht verlor. Die Ulker Girlies, Mädels im Teenageralter, zeigten eine Hip-Hop-Performance, die sie vorwiegend selbst ausgedacht und eingeübt hatten. Das Geschwisterpaar Julia und Marius Schmidt überzeugte mit einem quirligen Rock’n’Roll. Das Ulker Showballet kam ganz in Pink daher bei seinem Tanzmedley aus dem Kultmusical „Grease“. Sehr schön anzuschauen war auch das Männerballett, das mit fernöstlichem Outfit und passenden Liedern einen glänzenden Schlusspunkt setzte. Zum großen Finale sang Prinzessin Yvonne das Schlusslied, bevor sie mit ihrem Prinzen Jens den traditionellen Walzer tanzen und damit den bunten Regen aus Luftballons, Luftschlangen und Konfetti auslöste durfte, der auf die Mitwirkenden herunterfiel.